Anfang 2011 nahm der Pflegestützpunkt Nürnberg seine Arbeit auf. Die Kooperation der Träger Stadt Nürnberg sowie gesetzliche Kranken- und Pflegekassen läuft vertrauensvoll und einvernehmlich, und auch die Mitarbeitenden arbeiten seither kooperativ zusammen.

Neue Leitung im Pflegestützpunkt Nürnberg

Anfang Dezember 2017 übernahm Christel Krumwiede die Leitung des Pflegestützpunkts Nürnberg. Sie war viele Jahre lang im NürnbergStift im Qualitätsmanagement und in der Personalentwicklung tätig.

Ihre Vorgängerin Walburga Dietl befindet sich jetzt im Ruhestand.

Vorbereitung auf die Pflegebegutachtung

Damit bei einem Pflegebedarf Leistungen von der Pflegekasse gewährt werden können, ist die Feststellung des Pflegegrads erforderlich.  Seit Anfang 2017 ist der Maßstab dafür nicht mehr der Hilfebedarf in Minuten, sondern der Grad der Selbständigkeit eines Menschen. Es wird gefragt, wie seine Selbständigkeit erhalten und gestärkt werden kann und wobei der Hilfe und Unterstützung benötigt.

Das Vorgehen, wie Sie zu einer Pflegeeinstufung kommen, ist im „Informationsmaterial“ beschrieben.

Die Gutachterin/ der Gutachter befragen zur Selbständigkeit in acht Lebensbereichen:

Modul 1 - Mobilität
Modul 2 - kognitive und kommunikative Fähigkeiten
Modul 3 - Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
Modul 4 -  Selbstversorgung
Modul 5 - Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
Modul 6 - Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Die Ergebnisse aus diesen Bereichen werden prozentual unterschiedlich bewertet und ergeben insgesamt den individuellen Pflegegrad. Die Angaben der folgenden Module werden gefragt, gehen jedoch nicht in die Bewertung ein:

Modul 7 - außerhäusliche Aktivitäten
Modul 8 - Haushaltsführung

Auf die Begutachtung sollten Sie sich vorbereiten und wissen, welche Fragen auf Sie zukommen.

Damit Sie sich auf diese Art der Begutachtung gut vorbereiten können, haben wir im Pflegestützpunkt Nürnberg einen Einschätzungsbogen entwickelt. Wir besprechen ihn gerne mit Ihnen, damit Sie bereits im Vorfeld wissen, was auf Sie zukommt und wie Sie sich vorbereiten können.

Entlastungsbetrag

Allen Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad steht  ein einheitlicher Entlastungsbetrag in Höhe von monatlich 125€ zu. Dieser ist zweckgebunden einzusetzen für Betreuungsangebote wie beispielsweise Tagespflege, Kurzzeitpflege, Einsatz von Betreuungshelfern zuhause, Besuch von Betreuungsgruppen oder für Hilfe bei der Haushaltsführung. Beim Pflegegrad 1 darf er ausnahmsweise auch für Sachleistungen eines Pflegedienstes verwendet werden. Nur zugelassene Dienste können diesen Betrag mit der Kasse abrechnen. Der Entlastungsbetrag kann summiert und bis Mitte des Folgejahres abgerufen werden.

Wohnungsanpassungsberatung im Kompetenznetzwerk - KOWAB

Im Juli 2015 startete der Pflegestützpunkt Nürnberg zusammen mit seinen Partnern Seniorenamt Nürnberg, Handwerkskammer für Mittelfranken, Sozialverband VdK und Zentrum Aktiver Bürger/ZAB die Wohnungsanpassungsberatung.  

Die meisten Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung und ihrem gewohnten Umfeld leben zu können. Doch gesundheitliche Einschränkungen können dazu führen, dass zum Beispiel Schwellen, Treppen oder Badewannen zu Hindernissen und Gefahrenquellen werden.

Hier kann der Pflegestützpunkt zusammen mit geschulten ehrenamtlichen Wohnberaterinnen und –beratern helfen. Diese sehen sich auf Wunsch die Situation vor Ort an, geben praktischen Hinweise und informieren auch zu den Finanzierungsmöglichkeiten. Am häufigsten war ihre Unterstützung gefragt bei Badezimmern, die nicht mehr den altersentsprechenden Bedürfnissen entsprachen.  Die Wohnungsanpassungsberatung ist unverbindlich und kostenfrei; die Entscheidung trifft immer der Ratsuchende.

In Zusammenarbeit mit dem Seniorenamt Nürnberg, der Handwerkskammer für Mittelfranken, dem Sozialverband VdK und dem Zentrum Aktiver Bürger/ZAB entstand das "Kompetenznetzwerk Wohnungsanpassungsberatung - KOWAB" (siehe auch Flyer unter "Informationsmaterial").

Mitten im Leben oder zwischen allen Stühlen?

Diese Frage stellt sich häufig berufstätigen Menschen, die zuhause Angehörige pflegen. Das Bündnis für Familie der Stadt Nürnberg erstellte zusammen mit dem Pflegestützpunkt eine Handreichung für Angehörige und Personalverantwortliche. Darin werden Entlastungsangebote und vorbildliche Modelle von Firmen vorgestellt, die dazu beitragen, dass Berufstätige die besonderen Anforderungen von Beruf und Pflege gut meistern können. Die Broschüre finden Sie unter Informationsmaterial.

Jahresbericht des Pflegestützpunkt Nürnberg

Im Jahr 2016 standen beim Pflegestützpunkt Nürnberg folgende Themen besonders im Blickpunkt:

  • die Umsetzung der ersten Änderungen des Pflegestärkungsgesetzes II und weiterer Gesetze zum Jahresbeginn 2016,
  • die Vorbereitung auf die bedeutenden Neuerungen des Pflegestärkungsgesetz II ab 2017 mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und veränderten Leistungen,
  • das Etablieren des Beratungsangebots zur barrierefreien Wohnungsanpassung
  • und vorrangig vor allem die Beratung zu Pflegethemen. Die Anzahl der Klientenkontakte des Pflegestützpunkts Nürnberg stieg im Vergleich zum Vorjahr erneut an.

Im Jahresbericht 2016 können Sie sich zu Aufgaben, Beobachtungen und Entwicklungen informieren.

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